Was isst man in Tirol
Knödel
werden im Wesentlichen aus altem Brot gemacht, vermischt mit diversen Zutaten. Man isst sie in der Suppe oder auf einem Salat. Es gibt sie als Vorspeise, Hauptspeise, als Beilage zu Fleisch und die süßen Varianten auch als Nachspeise. Die beliebtesten Varianten sind:
Speckknödel / Tiroler Knödel
Wie schon der Name sagt, gelten sie als das typische Gericht in Tirol. Der Teig besteht aus altem Brot, Speck und Wurst.
Kaspressknödel
werden aus altem Brot und kräftigem Käse gemacht.
Leberknödel
werden aus altem Brot und Leber gemacht.
Spinatknödel
werden aus altem Brot vermischt mit Spinat gemacht.
Semmelknödel
gibt es praktisch nur als Beilage. Sie bestehen nur aus dem Grundteil – altes Brot, etwas Milch, ein paar Kräuter.
Weitere herzhafte Varianten
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man findet z.B. Knödel mit Ronen (rote Rüben), mit Petersil, usw.
Kartoffelknödel
findet man eher im Osten Österreichs, selten in Tirol. Sie werden mit Kartoffeln anstelle von Brot gemacht und als Beilage zu Fleisch serviert.
Süsse Knödel
sind in Tirol sehr beliebt, aber nicht auf die Region beschränkt. Sie werden nicht mit altem Brot gemacht sondern mit einem Teig aus entweder Kartoffeln oder Topfen (Quark). In den Restaurants findet man meistens nur die Variante mit Topfenteig. Der Teig umhüllt ein Stück Obst. Die Knödel werden gesotten, dann in gerösteten Bröseln gewälzt und mit Staubzucker bestreut. Oft wird der Kern der Frucht durch ein Zuckerstück ersetzt, das beim Sieden schmilzt. Zuhause kommt es vor, dass das Zuckerstück mit passendem Schnaps getränkt wird.
Man isst sie als Hauptspeise oder als Dessert. Je nachdem welches Obst gerade Saison hat, gibt es entsprechende Varianten. Die beliebtesten sind:
Marillenknödel
gefüllt mit Marillen (Aprikosen)
Zwetschkenknödel
gefüllt mit Zwetschken (Pflaumen)
Weitere süsse Varianten
Auch hier wird der Phantasie freier Lauf gelassen und die Knödel mit allen möglichen Früchten gefüllt oder mit Schokolade
Nudeln
Es gibt zwei Arten von regionalen Speisen, die mit Nudelteig gemacht sind (Mehl und Wasser, manchmal noch mit Ei).
Die erste Art sind kleine gesottene Teigtropfen, bekannt als “Spätzle” oder „Spatzln“. Sehr oft werden diese dann mit Käse vermischt und geröstet und unter dem Begriff „Kasspatzln“ angeboten.
Die zweitbeliebteste Variante sind „Spinatspatzln“ – wie der Name schon sagt, wird Spinat in den Teig gemischt, sodass sie grün sind.
Die zweite Art Nudeln in der regionalen Küche ähneln sehr den Ravioli, sind aber deutlich größer als diese. Ein Stück Teig wird mit einem Löffel voll Füllung belegt und zusammengeklappt, sodass es eine Teigtasche ergibt. In Tirol heißt das Ergebnis dann Schlutzkrapfen”. Im Zillertal (40 km östlich von Innsbruck) gibt es eine berühmte Variante namens „Zillertaler Krapfen“, die mit Topfen (Quark) gefüllt werden. Sie werden nicht gesotten sondern in Fett gebacken.
Tris
Tris bedeutet „drei“ und beschreibt ein Gericht, bei dem drei verschiedene Arten von Knödeln und/oder Nudeln gemeinsam serviert werden, oft mit zerlassener Butter übergossen. Wenn das im Restaurant auf der Karte steht, ist das eine super Gelegenheit, gleich mehrere Sorten auf einmal zu probieren.
Kalte Küche
Graukäse
ist ein Käse, den man wirklich beinahe ausschließlich in Tirol findet. Er wird aus Magermilch gemacht und hat einen Fettgehalt von nur 1%. Typischerweise wird er wie ein Salat gegessen, angerichtet mit Zwiebeln, Essig und Öl.
Speck
gibt es nicht nur in Tirol. Irgendwie hat es die Region aber geschafft, Speck als typisch Tirolerisch zu vermarkten.
Hartwurst / Boxerl / Kaminwurzen
Getrocknete und / oder geräucherte Würste sind ebenfalls sehr beliebt, deutlich über Tirol hinaus.
